Donnerstag, 21 August 2025 21:02

Verzögerte Notfallversorgung im Heidekreis

 Mehr Rettungswagen im Heidekreis Mehr Rettungswagen im Heidekreis Pixabay/Foto illustrativ

In Heidekreis wurden in der ersten Hälfte des Jahres 2025 die vorgeschriebenen Reaktionszeiten des Rettungsdienstes in über fünf Prozent der Notfälle überschritten. Das Ziel auf Bundesebene sieht vor, dass Rettungswagen in 95 Prozent der Fälle innerhalb von 15 Minuten eintreffen.

Inhaltsverzeichnis:

Krankenhäuser Soltau und Walsrode

Die Überschreitungen stehen nach Angaben mit der Schließung des Klinikums Soltau und der Konzentration auf den Standort Walsrode in Verbindung. Seitdem wird die südliche Region ausschließlich von Walsrode versorgt. Das führt dazu, dass Fahrzeuge und Rettungskräfte länger unterwegs sind. Eine anonyme Quelle aus dem Rettungsdienst berichtete darüber in der „Böhme-Zeitung“, die sich wiederum auf Informationen des „The Guardian“ bezieht.

Deutsches Rotes Kreuz Soltau

Das Kreisverbandszentrum des Deutschen Roten Kreuzes in Soltau, das für die Organisation des Rettungsdienstes verantwortlich ist, weist diese Kritik zurück. Es betont, dass die Abläufe weiterhin gesichert seien. Offizielle Angaben zur Zahl der Einsätze oder den konkreten Verzögerungen wurden jedoch nicht veröffentlicht.

Maßnahmen des Landkreises Heidekreis

Der Landkreis kündigte an, drei zusätzliche Rettungsfahrzeuge bereitzustellen. Diese sollen in den kommenden Monaten in Betrieb gehen. Damit will man die Einsatzzeiten stabilisieren und die Versorgung verbessern.

  • 3 neue Fahrzeuge sollen eingeführt werden
  • Überprüfung der Reaktionszeiten erfolgt Ende 2025
  • Ziel bleibt die Einhaltung der 15-Minuten-Grenze in 95 Prozent aller Fälle

Kontrolle am Jahresende

Am Ende des Jahres plant die Kreisverwaltung eine erneute Prüfung der Daten. Dabei soll festgestellt werden, ob die ergriffenen Maßnahmen greifen und die gesetzlichen Vorgaben eingehalten werden. Die Ergebnisse werden maßgeblich sein für weitere Entscheidungen zur Struktur des Rettungsdienstes in Heidekreis.

Quelle: NDR