Dienstag, 09 September 2025 16:20

Rettungsdienst im Unterallgäu erweitert

Neuer Rettungswagen sorgt für schnellere Hilfe im Unterallgäu Neuer Rettungswagen sorgt für schnellere Hilfe im Unterallgäu Pixabay/Foto illustrativ

Ab Oktober gibt es im Unterallgäu wichtige Veränderungen im Rettungsdienst. Die Betriebszeiten in Ottobeuren werden erweitert und in Boos geht ein neuer Stellplatz mit eigenem Fahrzeug in Betrieb. Ziel ist es, die Versorgung der Bevölkerung zu verbessern und die Einsatzbereitschaft zu erhöhen.

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Ottobeuren mit längeren Dienstzeiten

Die Rettungswache an der Kreisklinik Ottobeuren wird von den Memminger Johannitern zusammen mit dem Bayerischen Roten Kreuz Unterallgäu betrieben. Der Rettungswagen der Johanniter ist künftig 16 Stunden täglich im Einsatz statt bisher 12 Stunden. Das Notarzteinsatzfahrzeug des Roten Kreuzes bleibt weiterhin rund um die Uhr einsatzbereit. Damit steht mehr Zeit für die Versorgung von Notfällen zur Verfügung.

Neuer Rettungswagen in Boos

In Boos entsteht ein neuer Stellplatz. Ab Oktober ist dort ein Rettungswagen täglich von 8 bis 20 Uhr einsatzbereit. Verantwortlich für den Betrieb sind die Memminger Johanniter. Gleichzeitig geben sie die Rettungswache in Babenhausen sowie den zweiten Rettungswagen in Memmingen an die Memminger Malteser und das Rote Kreuz Unterallgäu ab. Zuvor hatten die drei Organisationen diese Aufgaben gemeinsam getragen.

Empfehlungen aus Gutachten der LMU München

Die Maßnahmen folgen dem Trust-IV-Gutachten des Instituts für Notfallmedizin und Medizinmanagement der Ludwig-Maximilians-Universität München. Es wurde im Auftrag des Innenministeriums erstellt. Untersucht wurde der gesamte Rettungsdienstbereich des Zweckverbands Donau-Iller mit den Landkreisen Unterallgäu, Günzburg, Neu-Ulm und der Stadt Memmingen. Ziel war es, die Standorte effizienter zu strukturieren und die Versorgung zu verbessern.

Zahlen zum Bereich Donau-Iller

Der Zweckverband für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung ist ein Zusammenschluss der Kommunen. Er betreibt eine Integrierte Leitstelle in Krumbach. Der Rettungsdienstbereich Donau-Iller umfasst:

  • 512.000 Einwohner
  • 18 Rettungstransportwagen an 14 Standorten
  • 8 Notarzt-Standorte
  • 353 freiwillige Feuerwehren und Werkfeuerwehren

Die Leitstelle koordiniert pro Jahr rund 100.000 Einsätze. Diese Struktur sichert eine flächendeckende und schnelle Hilfe im Notfall.

Quelle: Radio Schwaben, www.extratimeout.com/de