Inhaltsverzeichnis:
- Elbe bleibt gefährlichstes Gewässer
- Männer verunglücken deutlich häufiger
- Tragische Einzelfälle in August und September
- Zahlen im bundesweiten Vergleich
Elbe bleibt gefährlichstes Gewässer
10 von 14 Opfern kamen in Flüssen ums Leben, davon die meisten in der Elbe. Vier weitere Menschen ertranken in Seen. Die DLRG nennt starke Strömungen und steile Kanten der Fahrrinne als größte Gefahren. Bei Hochwasser erreicht die Strömungsgeschwindigkeit bis zu 7 Kilometer pro Stunde. Viele Unfälle ereigneten sich in den Sommermonaten Juni, Juli und August.
- Juni: 2 Tote
- Juli: 2 Tote
- August: 5 Tote
Im restlichen Jahr verteilten sich die Fälle gleichmäßig.
Männer verunglücken deutlich häufiger
10 der 14 Ertrunkenen waren Männer. Laut DLRG-Präsidentin Ute Vogt überschätzen Männer oft ihre Fitness, gehen größere Risiken ein und schwimmen häufiger unter Alkoholeinfluss. Das spiegelt sich in allen Altersgruppen wider.
Die Opfer waren sehr unterschiedlich alt. Das jüngste war ein 13-jähriger Junge im Stadtparksee. Das älteste eine 88-jährige Frau, die im Februar in die Elbe stürzte. Die größte Gruppe stellten Menschen zwischen 51 und 60 Jahren mit drei Todesfällen. Zwei Opfer waren über 81 Jahre alt. Bei fünf Personen blieb das Alter unbekannt.
Tragische Einzelfälle in August und September
Am 6. August ertrank ein 13-Jähriger im Stadtparksee. Seine gefaltete Kleidung fand man auf einer Parkbank. Am 31. August starben innerhalb von 77 Minuten drei Menschen in verschiedenen Gewässern. Eine 57-Jährige sprang in die Alster, um ihre Brille zu retten, ein 40-Jähriger verschwand in der Elbe bei Blankenese, und ein 46-Jähriger ging im See Hinterm Horn in Allermöhe unter und wird noch vermisst.
Im September kamen weitere Fälle hinzu. Am 3. September ertrank ein Mann in der Außenalster nach auffälligem Verhalten. Am 4. September wurde eine weitere Leiche am Falkensteiner Ufer entdeckt.
Zahlen im bundesweiten Vergleich
Während Hamburg einen Anstieg verzeichnete, zeigt die Gesamtbilanz für Deutschland ein anderes Bild. Bis Mitte September 2025 ertranken bundesweit 321 Menschen, das sind 33 weniger als im Vorjahr. Die meisten Unfälle ereigneten sich in natürlichen Gewässern, vor allem in Flüssen und Seen.
Quelle: WELT, www.globewings.net/de