Inhaltsverzeichnis:
- Übung am Riesenrad und Kettenkarussell
- Szenarien für Polizei und Feuerwehr
- Sicherheit als oberstes Ziel
- Ein außergewöhnlicher Trainingsort
Übung am Riesenrad und Kettenkarussell
Die Höhenretter erklommen das 55 Meter hohe Riesenrad. Mit Seilen, Karabinern und Sicherungsschlaufen sicherten sie sich bei jedem Schritt. Zuerst war die Polizei an der Reihe, danach die Feuerwehr. Von unten beobachtete Veranstalter Oliver Hellwig den Ablauf. Er ist Organisator der Lichtenberger Winterzeit und kennt sich mit Sicherheitsstandards aus. Gemeinsam mit der Feuerwehr hatte er die Idee entwickelt, den Markt für Trainingszwecke zur Verfügung zu stellen.
Die Teams arbeiteten mit einem klaren Ablauf:
- Kontrolle der Ausrüstung.
- Sicherung an zwei Punkten pro Leiterabschnitt.
- Langsames Erreichen der Gondel.
- Simulation einer Rettung über 100 Meter Seillänge.
Ein ähnliches Konzept fand kürzlich auch Anwendung bei einer anderen Rettungsübung – mehr dazu hier.
Szenarien für Polizei und Feuerwehr
Während die Feuerwehr traditionell für Rettungen aus Höhen und Tiefen zuständig ist, trainiert auch die Polizei vergleichbare Situationen. Diese können bei Demonstrationen oder psychischen Ausnahmelagen auftreten. Das Szenario auf dem Wintermarkt simulierte eine Person, die sich weigerte, die Gondel zu verlassen. Mithilfe einer Laufkatze – einem Flaschenzugsystem – sollte sie sicher abgeseilt werden.
Parallel arbeitete die Feuerwehr am sogenannten Kettenflieger. Pressesprecher Timur Tischler erklärte, dass dort der Zugang zu den Sitzen über die Arme des Fahrgeschäfts geübt wurde. Solche Trainings seien zwar regelmäßig vorgeschrieben, aber ein Rummelplatz biete eine außergewöhnliche Umgebung.
Weitere moderne Trainingsmethoden kommen auch in medizinischen Bereichen zum Einsatz – ein Beispiel ist das moderne Training für medizinisches Fachpersonal in Ingolstadt.
Sicherheit als oberstes Ziel
Etwa 50 spezialisierte Höhenretter der Berliner Feuerwehr nehmen regelmäßig an solchen Übungen teil. Sie absolvieren jährlich rund 70 Seilstunden. Tischler betonte den Wert solcher Trainings für die Einsatzbereitschaft. Auch Organisator Hellwig sprach von einer „einmaligen Gelegenheit“.
Im Notfall wäre ein echter Einsatz am Fahrgeschäft jedoch unwahrscheinlich. Sowohl das Kettenkarussell als auch das Riesenrad lassen sich manuell steuern. „Das Kettenkarussell kann auch ohne Strom nach unten fahren“, erklärte Hellwig. Dennoch sei Vorbereitung entscheidend.
Eine ähnliche Bedeutung von Sicherheitsmaßnahmen betonte kürzlich ein Projekt zur Notfallvorsorge in Deutschland – siehe mehr hier.
Ein außergewöhnlicher Trainingsort
Die Übung auf der Lichtenberger Winterzeit war für alle Beteiligten ein besonderer Moment. Der ungewöhnliche Ort, die Kombination aus Technik und Präzision sowie die Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr und Polizei machten sie einzigartig. Die Berliner Einsatzkräfte zeigten, wie wichtig regelmäßiges Training für komplexe Rettungslagen ist.
Für Besucher des Marktes bleibt das Riesenrad Symbol für Freizeit und Vergnügen. Für die Retter wurde es für einen Tag zum Übungsobjekt, das Leben retten helfen kann – und zur eindrucksvollen Demonstration von Können und Teamarbeit.
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Quelle: Berliner Morgenpost, Patizonet
FAQ
Was war der Zweck der Übung auf der Lichtenberger Winterzeit?
Ziel der Übung war es, Rettungseinsätze in großen Höhen zu trainieren. Feuerwehr und Polizei sollten unter realistischen Bedingungen ihre Abläufe verbessern und die Zusammenarbeit optimieren.
Welche Fahrgeschäfte wurden für das Training genutzt?
Die Übung fand am 55 Meter hohen Riesenrad und am Kettenkarussell statt. Beide Anlagen boten ideale Bedingungen für die Höhenrettung.
Wer organisierte die Übung?
Organisiert wurde das Training von Oliver Hellwig, dem Veranstalter der Lichtenberger Winterzeit, in Zusammenarbeit mit der Berliner Feuerwehr und Polizei.
Welche Szenarien wurden simuliert?
Es wurde unter anderem eine Situation geübt, in der sich eine Person in einer Gondel weigerte auszusteigen. Die Rettung erfolgte über Seile und eine Laufkatze.
Wie oft trainieren die Höhenretter der Berliner Feuerwehr?
Die Höhenretter absolvieren jährlich etwa 70 Seilstunden, um ihre Qualifikation aufrechtzuerhalten und ihre Einsatzbereitschaft zu sichern.
Besteht auf der Lichtenberger Winterzeit ein echtes Risiko für Notfälle?
Ein echter Notfall ist sehr unwahrscheinlich, da die Fahrgeschäfte manuell gesteuert werden können. Trotzdem sind regelmäßige Übungen wichtig, um für jede Situation vorbereitet zu sein.