Inhaltsverzeichnis:
- Feuerwehr unter Leitung von Matthias Groß im Einsatz
- Axel Gilcher bestätigt verdächtige Geräusche im Rettungswagen
- Keine Verletzten und schnelle Brandbekämpfung
- Landrat Rainer Guth spricht von „Vollkatastrophe“
Feuerwehr unter Leitung von Matthias Groß im Einsatz
Gegen 7:20 Uhr ging bei der Feuerwehr der Alarm über einen angeblichen PKW-Brand ein. Wenige Minuten später stellte sich heraus, dass es sich um einen Großbrand handelte. Vor Ort fanden die Einsatzkräfte die gesamte DRK-Halle im Vollbrand. Nach Angaben von Wehrleiter Matthias Groß waren rund 100 Feuerwehrleute mit zahlreichen Fahrzeugen im Einsatz.
In der Halle befanden sich ein Rettungswagen und ein Notarztfahrzeug, beide wurden vollständig zerstört. Auch die Büroräume über der Halle wurden beschädigt. Das Gebäude liegt direkt neben dem Krankenhaus, wodurch der Rauch auch dort wahrnehmbar war.
Mehr Informationen zu ähnlichen Einsätzen der Feuerwehr finden Sie unter Jubiläumsfeiern der Berufsfeuerwehr Magdeburg.
Axel Gilcher bestätigt verdächtige Geräusche im Rettungswagen
Axel Gilcher, Geschäftsführer der DRK Rettungsdienst GmbH Westpfalz, erklärte gegenüber dem SWR, dass der Rettungswagen am Morgen überprüft wurde. Dabei seien „verdächtige Geräusche aus dem Bereich der Sauerstoffflaschen“ gehört worden. Das Personal habe daraufhin das Fahrzeug umgehend verlassen. Kurz danach sei der Brand ausgebrochen.
Für das DRK stellt der Vorfall eine logistische Herausforderung dar. Gilcher betonte, dass der Rettungsdienst in der Region trotzdem gesichert bleibe. Unterstützt wird das DRK von der Westpfalz-Klinik sowie dem benachbarten Katastrophenschutz, die zwei Ersatzfahrzeuge zur Verfügung stellten. „Jetzt schauen wir nach einer längeren Interimslösung“, so Gilcher.
Einen weiteren Bericht zur Unterstützung des Roten Kreuzes finden Sie hier.
Keine Verletzten und schnelle Brandbekämpfung
Die Feuerwehr brachte das Feuer rasch unter Kontrolle. Trotz der massiven Zerstörung gab es laut Angaben des Wehrleiters keine Verletzten. Über die Ursache des Feuers und den genauen Defekt an der Sauerstoffflasche liegen noch keine Informationen vor. Auch die Höhe des Sachschadens wird derzeit ermittelt.
Die Feuerwehr warnte die Bevölkerung wegen der starken Rauchentwicklung. Anwohner wurden gebeten, Fenster und Türen geschlossen zu halten und Lüftungsanlagen auszuschalten. Die Warnung wurde um 10:30 Uhr aufgehoben.
Eine ähnliche Situation mit starker Rauchentwicklung wurde kürzlich auch in Schwandorf gemeldet – mehr dazu hier.
Landrat Rainer Guth spricht von „Vollkatastrophe“
Vor Ort zeigte sich Landrat Rainer Guth (parteilos) erleichtert, dass keine Menschen zu Schaden kamen. Er bezeichnete den Brand jedoch als „Vollkatastrophe“ für das Deutsche Rote Kreuz. Die betroffene Halle war ein zentraler Bestandteil der Rettungsinfrastruktur in Kirchheimbolanden.
Dank der schnellen Koordination der Einsatzkräfte und des engen Zusammenhalts innerhalb der sogenannten „Blaulichtfamilie“ konnte der Betrieb des Rettungsdienstes trotz der Schäden fortgesetzt werden. Die Ermittlungen zur Brandursache dauern an.
Der Einsatz verdeutlicht erneut die Bedeutung effizienter Koordination im Katastrophenschutz und im Rettungswesen.
Standort auf Google Maps prüfen:
Karte: Google Maps / Standort des Objekts
Quelle: SWR