Inhaltsverzeichnis:
- Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr und Rettungsdienst
- Drei realistische Szenarien mit hohem Lerneffekt
- Ausbildung und Praxis für Nachwuchskräfte
- Bedeutung für die Region Schwei und Umgebung
Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr und Rettungsdienst
Wie der Pressesprecher der Feuerwehr Stadland, Björn Nölscher, erklärte, wurde die Übung bereits zum elften Mal in Folge organisiert. Mehr als 60 Einsatzkräfte nahmen daran teil. An der Aktion beteiligten sich die Freiwillige Feuerwehr Schwei, der Rettungsdienst Wesermarsch, das Deutsche Rote Kreuz sowie das Technische Hilfswerk Nordenham. Innerhalb von acht Stunden wurden mehrere realistische Szenarien abgearbeitet. Die Einsatzkräfte trainierten Abläufe, die im Alltag über Leben und Tod entscheiden können.
Die Organisation legte großen Wert auf praxisnahe Bedingungen. Maskenbildner des DRK gestalteten die elf Statisten mit täuschend echten Verletzungen, um den Einsatz realistisch wirken zu lassen. Die Teilnehmenden mussten unter Zeitdruck handeln, Entscheidungen treffen und die medizinische Versorgung koordinieren.
Drei realistische Szenarien mit hohem Lerneffekt
Während der Übung wurden drei unterschiedliche Unfallszenarien nachgestellt. Dabei stand die Rettung nach Verkehrsunfällen im Mittelpunkt. Die Teams mussten unter anderem:
- eingeklemmte Personen aus Fahrzeugen befreien,
- Erste Hilfe und medizinische Versorgung sichern,
- die Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr, DRK und THW koordinieren.
Jede Situation wurde anschließend gemeinsam ausgewertet. Fehler, Stärken und Verbesserungsmöglichkeiten wurden dokumentiert, um künftig noch effizienter handeln zu können. Diese systematische Nachbereitung ist fester Bestandteil der jährlichen Übungen.
Ausbildung und Praxis für Nachwuchskräfte
Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der Ausbildung der zwölf angehenden Rettungssanitäter des Rettungsdienstes Wesermarsch. Sie absolvierten im Rahmen der Übung einen Teil ihrer 196 Stunden umfassenden Praxisausbildung. Während der Szenarien übernahmen sie die medizinische Erstversorgung der simulierten Unfallopfer. Die Praxisanleiter bewerteten dabei sowohl Fachwissen als auch Teamarbeit.
Für die Auszubildenden war die Übung ein wichtiger Bestandteil ihrer Vorbereitung auf reale Einsätze. „Diese gemeinsame Übung ist ein fester Bestandteil unserer Zusammenarbeit und von großem Wert für alle Beteiligten“, betonte die Übungsleitung. Die Erfahrung, unter realistischen Bedingungen mit Feuerwehr und THW zusammenzuarbeiten, stärkt das Vertrauen und verbessert die Handlungsfähigkeit im Ernstfall.
Bedeutung für die Region Schwei und Umgebung
Die regelmäßigen Großübungen zeigen, wie wichtig eine enge Kooperation aller Rettungsdienste ist. Nur durch gemeinsames Training können im Notfall schnelle und sichere Entscheidungen getroffen werden. Die Region Wesermarsch profitiert von der kontinuierlichen Vorbereitung, da im Ernstfall eingespielte Teams bereitstehen.
Durch die elfte gemeinsame Übung in Schwei wurde erneut deutlich, dass Professionalität und Engagement der Einsatzkräfte eine entscheidende Rolle spielen. Jede Stunde Training bedeutet mehr Sicherheit für die Bevölkerung.
Quelle: NWZ Online, www.patizonet.com/de/