Dienstag, 16 September 2025 15:22

Tipps von Jana Hoger zur Fellpflege bei Hunden und Katzen

Sanfte Fellpflege erleichtert den Fellwechsel Sanfte Fellpflege erleichtert den Fellwechsel Foto: Pixabay

Hunde und Katzen wechseln im Herbst ihr Fell. Der hormonell gesteuerte Prozess dauert sechs bis acht Wochen und belastet den Organismus stark. Tierhalterinnen und Tierhalter stehen in dieser Zeit vor der Aufgabe, große Mengen loser Haare zu entfernen. Fachreferentin Jana Hoger von PETA gibt konkrete Empfehlungen, wie Menschen ihren Vierbeinern die Zeit erleichtern können.

Inhaltsverzeichnis:

Jana Hoger erklärt Fellwechsel bei Hunden und Katzen

Beim Fellwechsel stoßen Tiere ihr Sommerfell ab und bilden einen Winterpelz mit dichter Unterwolle. Dieser Vorgang dient dem Schutz vor Kälte. Gleichzeitig steigt der Pflegeaufwand. Menschen sollten ihre Tiere täglich vorsichtig bürsten.

  • Spezielle Kämme und Bürsten entfernen abgestorbene Haare.
  • Die Durchblutung der Haut wird gefördert.
  • Das lose Fell lässt sich direkt entsorgen.

Im Fachhandel gibt es für jede Fellstruktur passende Werkzeuge. Wichtig ist, Hunde und Katzen langsam an das Ritual zu gewöhnen. Zu starker Druck kann Schuppen, Hautreizungen und Schmerzen verursachen.

Bürsten, Handschuhe und Line-Brushing

Viele Tiere akzeptieren Fellpflegehandschuhe. Modelle mit Kunststoffnoppen wirken wie eine Massage und sind besonders für kurzhaarige Tiere geeignet. Bei langhaarigen Hunden und Katzen kommen Kämme und Striegel zum Einsatz, die nicht zu scharf sein dürfen, da sonst Verletzungsgefahr besteht.

Das sogenannte Line-Brushing ist eine bewährte Technik. Dabei wird in Haarwuchsrichtung vom Kopf abwärts gearbeitet. Neue Scheitel helfen, das Fell Abschnitt für Abschnitt durchzubürsten. So lässt sich die Unterwolle schonend auskämmen.

Ernährung mit ungesättigten Fettsäuren

Ungesättigte Fettsäuren fördern den Haut- und Haarstoffwechsel. Kleine Mengen Öl können das Wachstum anregen und bei trockener Haut helfen. Empfohlen werden:

  1. Leinöl
  2. Rapsöl
  3. Walnussöl
  4. Hanföl

Omega-3-Fettsäuren sind für Hunde und Katzen besonders wichtig. Zu hohe Ölmengen können allerdings Verdauungsprobleme verursachen. Deshalb sollte die Zugabe maßvoll erfolgen.

Warnsignale und Tierarztbesuch

Nicht jeder Haarausfall ist normal. Wenn Tiere plötzlich große Mengen Haare verlieren oder Juckreiz mit kreisrunden, kahlen und geröteten Stellen zeigen, ist tierärztliche Hilfe notwendig. Ursachen können Pilzinfektionen, immunologische Störungen oder hormonelle Erkrankungen sein. Diese müssen fachgerecht behandelt werden.

Die richtige Fellpflege schützt Hunde und Katzen nicht nur vor Hautproblemen, sondern unterstützt sie gezielt im natürlichen Rhythmus des Fellwechsels.

Quelle: HUNDENACHRICHTEN, www.fox360.net/de