Inhaltsverzeichnis:
- Schwierige Suche auf dem Feegletscher
- Chihuahua macht die Retter aufmerksam
- Erfolgreiche Rettung durch Mensch und Tier
Schwierige Suche auf dem Feegletscher
Der Wanderer war durch eine Schneebrücke gebrochen, als er auf dem Feegletscher unterwegs war. Trotz des Sturzes blieb er ansprechbar. Mithilfe eines Amateurfunkgeräts konnte er einen Notruf absetzen. Laut Bruno Kalbermatten von Air Zermatt handelte es sich um ein einfaches Walkie-Talkie, wie es auch privat genutzt wird. Zufällig befand sich eine Person mit kompatiblem Gerät in der Nähe. Sie leitete den Notruf weiter.
Gegen 15 Uhr startete ein Helikopter mit einem Rettungsteam der Kantonalen Walliser Rettungsorganisation. Bereits vier Minuten nach Alarmierung war die Crew in der Luft. Doch die Suche erwies sich als schwierig. Die Fläche des Gletschers ist groß, das Loch über der Spalte war aus der Luft nicht sichtbar. Auch Hinweise am Boden fehlten. Nach 30 Minuten war der Mann immer noch nicht lokalisiert.
Chihuahua macht die Retter aufmerksam
Den entscheidenden Hinweis gab schließlich der Hund. Der Chihuahua war nicht mit in die Spalte gestürzt. Die Retter entdeckten ihn auf einem Stein im Eis. Er bewegte sich auffällig und lief nervös hin und her. Zunächst hielten sie das Tier für eine Maus – aus der Luft schwer zu erkennen. Doch die wiederholten Bewegungen weckten Aufmerksamkeit.
Höhenretter seilten sich daraufhin in die Spalte ab. Der Mann wurde medizinisch erstversorgt. Die Bergung erfolgte unter erschwerten Bedingungen, da die Schneedecke oberhalb weitgehend intakt war. Während der gesamten Aktion blieb der Hund in der Nähe und beobachtete ruhig das Geschehen.
Erfolgreiche Rettung durch Mensch und Tier
Der Mann und sein Hund wurden per Helikopter in das Spital nach Visp gebracht. Über den Gesundheitszustand des Wanderers gab Air Zermatt keine weiteren Details bekannt, aber der Mann hat den Sturz überlebt. Auch der Chihuahua blieb unverletzt.
Warum sich der Mann mit seinem Hund auf dem Gletscher befand, ist unklar. Laut Kalbermatten ist das Gebiet kein klassisches Wanderziel. Trotzdem lobte er den erfolgreichen Einsatz. Für Air Zermatt war dies ein außergewöhnlicher Vorfall. „So etwas haben wir noch nie erlebt“, sagte Kalbermatten. Dass ein Hund so entscheidend zur Rettung beiträgt, sei ein Novum in ihrer Einsatzgeschichte.
Quelle: Hannooverfche Allgemeine